Die Akkreditierung spielt bei der Wahl des passenden Programms eine
wichtige Rolle. Gundsätzlich soll sie dazu dienen, von offizieller
Seite Gütesiegel für MBA-Anbieter oder einzelne MBA Programme zu vergeben.
Somit soll gewährleistet werden, dass die Bildungseinrichtung, das
Programm und die Lehrkörper von hoher Qualität sind.
Für die Akkreditierung von MBA Programmen gibt es unterschiedliche Institutionen, die in unterschiedlichen Ländern aktiv sind.
AACSB - The Association to Advance Collegiate Schools of Business
Die AACSB
ist die zentrale Akkreditierungseinrichtung in den USA. Sie ist vom amerikanischen Erziehungsministerium anerkannt und auf die
Akkreditierung in den Bereichen Business und Accounting spezialisiert.
Die AACSB (Association to Advance
Collegiate Schools of Business) akkreditiert dabei weltweit Institutionen als
Ganzes - nicht die einzelnen Programme. Dadurch gilt jedes MBA-Programm
einer AACSB-akkreditierten Hochschule als hochwertig. Die AACSB genießt
international höchstes Renommee. Rund 500 Institutionen hat die AACSB
bisher akkreditiert, davon über 60 außerhalb der USA. Einzige deutsche
Einrichtungen bisher: die Universität Mannheim und die HHL - Leipzig
Graduate School of Management.
AMBA - Association of MBA's
Im Gegensatz dazu bewertet die englische AMBA
MBA-Programme im Einzelnen. So kann es sein, dass ein Vollzeitprogramm
einer Business School von AMBA akkreditiert ist, das Teilzeitprogramm
aber nicht. AMBA prüft auch über Großbritannien hinaus. Bisher tragen
rund 90 Programme ihr Gütesiegel.
EQUIS - European Quality Improvement System
Equis wurde 1997 von der European Foundation for Management Development (efmd) in
Brüssel eingeführt. Die Initiative wurde von der Kommission der
europäischen Union unterstützt und in enger Kooperation mit den
bereits bestehenden nationalen, europäischen
Akkreditierungsinstitutionen wie bspw. der FIBAA ausgearbeitet.
FIBAA - Foundation for International Business Administration Accreditation
Die FIBAA wurde 1994 von fünf Wirtschaftsverbänden aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz gegründet mit dem Ziel, MBA-Programme im
deutschsprachigen Raum zu bewerten. Bei der Auswahl einer Hochschule für das MBA-Studium sollte man daher im
europäischen Raum auf dieses Siegel achten.
Wer an einer staatlichen Universität in Europa oder Australien
(Comonwealth Verträge) ein MBA absolviert hat und davon eine
akademische Anerkennung erhält, braucht diese Akkreditierung nicht, weil er/sie durch die Bologna-Verträge bereits eine akademische Anerkennung besizt.
Die Hochschulgesetze einiger Bundesländer schreiben allerdings eine gesonderte Akkreditierung für alle Bachelor und
Masterstudiengänge in ihrem Bundesland vor. In diesem Fall ist entweder eine Akkreditierung durch die FIBAA oder durch eine
andere vom Akkreditierungsrat anerkannte Akkreditierungsagentur erforderlich.
Grundsätzlich sollte außerdem beachtet werden, dass eine Schule mit dem Erhalt der Akkreditierung noch lange nicht in der Riege der Besten stehen muss. Hat ein Studiengang andererseits keine Akkreditierung, entspricht er nicht den Mindestanforderungen.
Weltweite Anerkennung finden die AACSB, AMBA und Equis. Da eine professionelle Managerausbildung eine internationale Ausrichtung hat, sollte eine gute Business School eine dieser drei Akkreditierungen haben.
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