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Manager-Ausbildung: Welche Qualifikationen sind gewünscht?

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Monday, 19 November 2007
Am 5. und 6. November 2007 haben sich Business Schools und Wirtschaftsunternehmen in Berlin getroffen, um sich über die Qualität in der Führungskräfte-Qualifikation auszutauschen. Ziel war es, die Stärken der Programme auszubauen und besser an die Vorgaben der Firmen anzupassen. Diskutiert wurden die Anforderungen an die Führungskräfte-Entwicklung und aktuelle Executive-Education-Angebote.

Allein in Deutschland erlangen 2.000 Führungskräfte im laufenden Jahr ihren Master of Business Administration (MBA) – Tendenz steigend. Inzwischen konkurrieren im deutschsprachigen Raum mehr als 300 Programme um die Interessenten – mit teilweise deutlichen Qualitäts- und Preisunterschieden; für Bewerber und Personalentwickler wird es immer schwerer, die geeignete Hochschule zu finden. Aus dem gleichen Grund ziehen viele große Unternehmen nach wie vor die renommierten angelsächsischen Programme vor.

Doch die MBA Konferenz 2007 zeigt, dass es nicht immer Harvard, Stanford oder die London Business School sein müssen. Denn das große Angebot hat eine große Vielfalt zur Folge; somit kann jedes Unternehmen und jeder Bewerber potenziell ein auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes Programm finden. Dazu Christian Homburg, Präsident der Mannheim Business School: „Deutschland wird zwar auf absehbare Zeit keine MBA-Nation von der Größe und Strahlkraft der USA oder Großbritanniens sein, aber die Voraussetzungen für einen kleinen Kreis deutscher Business Schools, sich mit einem eigenen unverwechselbaren Profil in der internationalen Spitze zu etablieren, sind nicht schlecht.“

Ein solches Profil lässt sich nach Ansicht von Experten nur entwickeln, wenn man über ein Management mit Projekterfahrung, Finanzwissen, tragfähige Netzwerkkontakte und Dozenten mit aktuellem Praxiswissen verfügt. Können die im deutschsprachigen Raum meist von staatlichen Hochschulen angebotenen MBA-Programme diese Voraussetzungen trotz knapper Budgets und Praxisferne überhaupt erfüllen? Nach Ansicht von Florian Schütz, CEO der privaten Hochschule Bad Honnef, stellt sich diese Frage nicht: „Bei aller staatlichen Übermacht im Bildungsbereich handelt es sich doch um einen Markt, und wer hier das richtige und beste Produkt anbietet, der wird erfolgreich sein.“

Der Standort Deutschland ist für viele Bewerber nach wie vor ein attraktiver Studienort. Zahlreiche hoch qualifizierte Führungskräfte aus dem Ausland streben ein Studium und eine anschließende Beschäftigung in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft an. Florian Schütz: „Die akademische Qualität in Deutschland, besonders im Forschungsbereich, ist ein Wettbewerbsvorteil, den wir bewahren müssen. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht den Anschluss an globale Bildungsstrukturen und Praxiserwartungen verlieren. Wenn wir diesen Balanceakt im deutschen Bildungssystem hinbekommen, dann sehe ich enormes Potenzial für die ‚deutsche Bildung’ – für den Import von Studenten einerseits und den Export unserer Bildungsprodukte andererseits.“ (Quelle: openpr.de)

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