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Zu den meisten Auswahlverfahren gehört auch ein Bewerbungsgespräch - ob bei der Bewerbung auf einen Studienplatz, für ein Stipendium oder für einen Arbeitsplatz.
Wie hoch die prozentuale Bewertung des Bewerbungsgespräches innerhalb des gesamten Bewerbungsprozesses beziehungsweise innerhalb des Auswahlverfahrens ist, kann nicht generell gesagt werden. Sicher ist, dass ein desaströses Bewerbungsgespräch bei ansonsten glänzenden Qualifikationen nicht zu einer Ablehnung führen wird, ebenso wenig wie sich schlechte Qualifikationen durch einen guten Auftritt beim Bewerbungsgespräch vollständig ausgleichen lassen. Da sich aber eine große Zahl von Bewerbern mit einem ähnlichen Profil und vergleichbarer Qualifikation um einen Studienplatz bemühen, kommt dem Bewerbungsgespräch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu.
Vorbereitung ist nur in gewissem Maße möglich. Man kann sich allgemein bei Bekannten erkundigen, die diese Prozedur - möglichst im selben Fachbereich und bei der selben Kommission - schon überstanden haben. Die Fragen: Warum dieses Studium? Welche Qualifikation habe ich? kann man sich vorher selbst beantworten, ebenso ist es vorteilhaft, ein wenig über die Hochschule und den Fachbereich zu wissen. Der Bewerber sitzt möglicherweise nicht nur einer Einzelperson, sondern einer Gruppe gegenüber.
In jedem Fall gilt die Regel, dass auch die Körpersprache, die Kleidung, das Gesamtverhalten des Kandidaten in die Schlussbewertung eingepreist werden - und sei es unbewusst.
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