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Der englische Begriff Blended learning, wörtlich "vermischtes Lernen", wird im Deutschen mit "integriertes Lernen" oder auch mit "hybrides Lernen" übersetzt. Die letztgenannte Bezeichnung macht deutlich, dass es sich bei Blended Learning um eine Vermischung bisher unabhängig voneinander eingesetzter Lernkonzepte handelt.
Integriertes Lernen entwickelte sich im Zusammenhang mit dem Aufkommen der neuen Medien (Computer, Intranet, Internet). Während die ausschließliche Konzentration auf diese neuen Informations- und Kommunikationsmedien unter "E-Learning" oder "Online-Lehre" firmiert, bemüht sich das didaktische Konzept des integrierten Lernens um eine Verbindung beider Welten. Präsenzveranstaltungen wie Seminare oder Arbeitsgruppen wechseln mit individuellem Lernen und Informationsbeschaffung am Rechner. Erfahrungsaustausch, persönliche Kommunikation und die klassische Lehrer-Lernender-Situation werden mit Lernen, Informationssuche, Wiederholung, Einübung, Vertiefung und Wissenssicherung per E-Learning kombiniert. Unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten wird auf diese Weise Rechnung getragen, ohne den einzelnen Lernenden völlig autistisch auf sich allein gestellt studieren zu lassen.
Das Thema integriertes Lernen hat eine große Aktualität. Ursprünglich innerhalb der betrieblichen Weiterbildung eingesetzt, gerät das Konzept jetzt auch vermehrt in den Fokus der akademischen Lehre. Für die Unternehmen wie für die Hochschulen steht die Hoffnung im Mittelpunkt, Wissen zielgerichteter und auch kostengünstiger zu vermitteln.
Die Ausgestaltung des Unterrichts nach dem Prinzip des integrierten Lernens, das Verhältnis von Präsenzveranstaltungen und den Phasen des E-Learning, ist in den konkreten Fällen sehr unterschiedlich.
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