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"Duales Studium" ist ein Oberbegriff, dessen konkrete Ausgestaltung an den verschiedenen Lehranstalten große Unterschiede aufweist. Sowohl die Länge solcher Studiengänge als auch die organisatorische Durchführung ist sehr unterschiedlich.
Der Grundsatz hinter dem Begriff ist aber immer derselbe: der Versuch, akademisches Studium und Theorie mit Ausbildung in den Betrieben, der Praxis, sinnvoll zu kombinieren.
Kooperationsverträge zwischen den Hochschulen und den Betrieben stellen die wichtigste Voraussetzung für ein duales Studium an einer dualen Hochschule dar. In vielen Fällen werden die Lehranstalten von den Unternehmen finanziell unterstützt, was sich durch verbesserte Ausstattung auch positiv auf den akademischen Teil der Ausbildung auswirkt.
Teilweise steht es in der Pflicht des Studienbewerbers, sich um einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen zu kümmern und ihn als einen Teil der Zulassungsvoraussetzungen vorzulegen. Das kann angesichts der Konkurrenzsituation der Bewerber eine harte Prüfung sein.
Das duale Studium oder duale Master Studium hat einige nicht zu leugnende Vorteile. Der Student erhält in seiner Studienzeit die Möglichkeit, sich in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausbilden zu lassen. Der "Praxisschock", der viele Absolventen von Hochschulen bei ihren ersten Schritten in die Berufswelt erwartet, bleibt ihm erspart.
Das Lernen ist bekanntermaßen wesentlich einfacher und angenehmer, wenn der grauen Theorie schnell die Anwendung in der Praxis folgt. Fragen und Anregungen, auf die der nur an der Universität bleibende Student nie gekommen wäre, fließen aus dem betrieblichen Praktikum wieder in das akademische Studium ein.
Nicht zu unterschätzen ist auch der finanzielle Aspekt, denn die Unternehmen zahlen ihrem Praktikanten/Studenten eine Vergütung. Deren Höhe ist unterschiedlich und wird per Ausbildungsvertrag in den einzelnen Fällen festgelegt.
Wo viel Licht ist, ist viel Schatten. Als nachteilig wird die Abhängigkeit des Studenten vom Unternehmen angesehen. Die Praxisnähe mindert die wissenschaftliche Potenz des Studiums, auch wird der Student weniger Freiheiten bei der Auswahl seiner Fächer haben. Das eigentlich "universale" des Universitätsstudiums bleibt weitgehend auf der Strecke.
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