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Die heute genutzte vollständige Bezeichnung lautet "European Credit Transfer and Accumulation System", abgekürzt ECTS.
ECTS ist ein europaweit gültiges, vertraglich akzeptiertes System zur Anrechung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen.
Entstanden vor dem Hintergrund des Bologna-Vertrag soll ECTS den Hochschulen in verschiedenen Ländern die Möglichkeit an die Hand geben, das Wissen und die Lernbereitschaft von Studenten untereinander zu vergleichen. Die Schaffung eines "Europäischen Hochschulraumes" ist also ohne ECTS überhaupt nicht denkbar, die angestrebte Mobilität der Studierenden über alle Ländergrenzen hinweg wäre ohne ECTS ebenfalls kaum in der angestrebten Form zu erreichen.
Das ECTS basiert auf dem Arbeitspensum, das ein Student zu leisten hat, um bestimmte Studienziele zu erreichen. Der grundsätzliche Maßstab ist der Credit Point, der Kreditpunkt oder der Leistungspunkt. Um einen Leistungspunkt zu erhalten, ist eine Arbeitsleistung zwischen 25 und 30 Stunden notwendig - in Deutschland gilt allgemein die obere Grenze. Für ein Jahr werden 60 Leistungspunkte vergeben, entsprechend einem Maximum von 1.800 Arbeitsstunden auf das Jahr gerechnet oder 150 Arbeitsstunden im Monat. Um ein Bachelorstudium zu absolvieren, sind 180 Leistungspunkte notwendig, für das erfolgreiche Absolvieren eines Masterstudienganges werden zwischen 90 und 120 Leistungspunkte angesetzt.
Das ECTS bemüht sich um mehr Gerechtigkeit bei der Beurteilung von Studienleistungen, indem nicht nur die Anwesenheitszeit an der Hochschule, sondern auch die Vor- und Nachbereitungszeiten für bestimmte Seminare in die Kalkulation einbezogen wird. So kann sich die Einstufung nach Leistungspunkten für Seminare von derselben Zeitdauer unterscheiden.
Die Kategorie "Akkumulation" soll unter anderem vermeiden, dass Studienleistungen für immer verloren gehen, weil sich der Student zum Abbruch des Studiums entschließt beziehungsweise an den Schlussprüfungen scheitert. Einem möglichen Arbeitgeber kann er mittels der Leistungspunkte nachweisen, auf welchen Gebieten er sich besonders engagiert und wo er besondere Kenntnisse erworben hat.
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