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Die Fachhochschule unterscheidet sich von anderen Hochschulformen durch ihre praxisorientierte Ausrichtung in Lehre und Forschung.
In Deutschland wurden zur Jahrtausendwende insgesamt 151 Fachhochschulen gezählt, davon befanden sich 47 in privater Trägerschaft. Die Zahl der Studierenden liegt bei etwa einer halben Million, wobei die Studentenzahlen an den einzelnen Fachhochschulen stark unterschiedlich sind und zwischen wenigen hundert und einer fünfstelligen Zahl schwanken.
Die Bezeichnung Fachhochschule wird immer öfter durch "Hochschule für Angewandte Wissenschaft" (HAW) oder nur "Hochschule" (HS) ersetzt beziehungsweise es werden die englischen Bezeichnungen "University of applied Sciences" beziehungsweise "University" genutzt. Die Umbenennung erfolgt in Übereinstimmung mit dem zuständigen Bundesland.
Die Fächerangebote der Fachhochschulen zielen auf den Bereich Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und beinhalten zudem Studiengänge aus dem künstlerischen wie aus dem technischen Bereich.
Der Bologna-Prozess hat auch vor den Fachhochschulen nicht halt gemacht, so dass Schulabgänger mit dem entsprechenden Abgangszeugnis eine kaum noch zu überschauende Vielfalt an Bachelor-Studiengängen und eine immer noch gewaltige Zahl an Master-Studiengängen vorfinden. Zu zählen war ein Angebot von 2092 Bachelor-Studiengängen, 1057 Master-Studiengängen und weiteren 97 Lehrgängen und Seminaren.
Das erwähnte "entsprechende Abgangszeugnis" ist in der Regel das Fachabitur, genauer die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Die Aufnahme eines fachspezifischen Studiums ist auch dann möglich, wenn der Bewerber eine entsprechende Berufsausbildung und einen Realschulabschluss vorweisen kann, teilweise reicht auch eine Meisterprüfung mit besonders guten Noten, um ein fachspezifisches Studium beginnen zu können.
Obwohl sich Fachhochschulen auch als Hochschulen bezeichnen, haben sie kein Promotionsrecht. Absolventen von Master-Studiengängen mit den entsprechenden Leistungen müssen - und können - an eine Universität oder eine Hochschule mit Promotionsrecht wechseln.
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