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Hinter dem modischen Halb-Anglizismus "Hochschulranking" verbirgt sich eine Rangliste von Hochschulen, deren ursprüngliche Intention es ist, dem angehenden Studenten eine Hilfestellung bei der Auswahl der optimalen Hochschule für seinen Fachbereich und unter den speziellen Anforderungen seiner individuellen Lebensführung zu geben.
Ranglisten sind von Natur aus umstritten, schon weil sie in einer weitgehend von egalitären Grundströmungen bestimmten Gesellschaft eine Unterteilung in "oben" und "unten", in gute und weniger gute Hochschulen vornehmen. Man kann vermuten, dass die Nutzung von "Ranking" statt "Rangliste" diese Tatsache sprachlich etwas hübscher verpacken soll.
Kritiker halten die verschiedenen Rankings, die vor allem von gedruckten Medien in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden, für nicht mehr als eine Marketingstregie. Tatsache ist, dass in Zeiten von Numerus clausus, Zulassungsprüfungen und Zugangsbeschränkungen die freie Wahl der Hochschule eine ebenso wünschenswerte wie illusorische Vorstellung ist.
Als in höchstem Maße problematisch werden die Erhebungsmethoden eingestuft, dies bezieht sich auch auf die Rangliste, die das CHE, das "Centrum für Hochschulentwicklung", teils zusammen mit einer Wochenzeitschrift, veröffentlicht.
Vorbehaltlich dieser Einschränkungen und mit dem Grundgedanken, dass die Statistikgläubigkeit des 21. Jahrhunderts unter Umständen in Statistikaberglaube umschlagen kann, bieten die Ranglisten dem Studenten zumindest eine erste Orientierung.
Außerdem führt der angestrebte Wettbewerb zwischen den Hochschulen zwangsläufig weiterhin zu Ranglisten, in denen die Qualität von Forschung und Lehre beurteilt werden soll. Wünschenswert wären in diesem Zusammenhang allgemein akzeptierte und nachvollziehbare, objektive Kriterien.
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