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Mit Soft Skills werden die sogenannten "weichen Faktoren" bezeichnet, die den Erfolg im Arbeitsleben Untersuchungen zufolge zu 50% bestimmen. Der entsprechende deutsche Begriff wäre "soziale Kompetenz". Obwohl dieses Begriffsfeld in den Medien und der Öffentlichkeit positiv bis sehr positiv besetzt ist, handelt es sich um einen wertneutralen Begriff, der allerdings in der Praxis für die Betroffenen auch sehr schnell äußerst negative Implikationen bekommen kann.
Wenn 50% der Karriere an "Soft Skills" hängen, dann bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Fachkompetenz nur die Hälfte der erwarteten Fähigkeiten ausmacht. Im Alltagsleben ergibt sich daraus die bekannte Situation, dass Soft Skills-Experten ihre fachliche Inkompetenz durch ihr Talent zum geschmeidigen Umgang mit den Führungskräften ersetzen. Im Klartext würde das dann heißen: Die Schleimer und Schönschwätzer blockieren den wirklich Begabten und Kompetenten den Aufstieg.
Soziale Kompetenz oder Soft Skills hat als Modebegriff die Eigenschaft, zwar in aller Munde zu sein, sich jedoch der Mühseligkeit eines genaueren Umgrenzens des damit Gemeinten geschmeidig zu entziehen. In der Regel werden zu den genannten Fähigkeiten gezählt: Motivation als Fähigkeit, sich selbst zu besten Leistungen anzutreiben und diese Begeisterung auf Kollegen/Mitarbeiter zu übertragen; Flexibilität als Fähigkeit und Bereitschaft zur Veränderung; Teamfähigkeit als Bereitschaft, sich einer Gruppe einzuordnen, ohne sich dabei hinter den anderen zu verstecken oder die anderen dominieren zu wollen; Emotionale Intelligenz als Fähigkeit und Bereitschaft zur Empathie mit den Kollegen und Mitarbeitern; Kommunikationsfähigkeit als Bereitschaft, Informationen weiterzugeben und aufzunehmen, also die Bereitschaft und Fähigkeit zum Zuhören.
Wenn Durchsetzungsfähigkeit ebenfalls zu den Soft Skills gezählt wird, erhebt sich erneut zwangsläufig die Frage nach dem Wesen der sozialen Kompetenz - denn damit werden auch Diktatoren Soft Skills zugeschrieben.
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