OU Business School übernimmt Führungsrolle in der Open-Source-Bewegung

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Monday, 22 May 2006
Die britische Open University, mit 200.000 Studierenden größte staatliche Fernuniversität Europas, stellt im Oktober eine große Auswahl ihres Lernmaterials frei zugänglich ins Internet. Die digitalisierten Lernwerke im Wert von 9.2 Millionen Euro (5.65 Britische Pfund) können von jedem Studieninteressierten über die Homepage der Hochschule genutzt werden. Unterstützt wird diese Open Content Intitative von der William und Flora Hewlett Stiftung mit 4.45 Millionen US Dollar. Zum Start im Herbst wird Lehrmaterial für etwa 900 Lernstunden eingestellt. Ende 2008 werden bereits 5.400 Lernstunden online sein. Seit Ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sich die Open University für einen „offenen" Bildungszugang ein. Sie will besonders Menschen eine international anerkannte und akkreditierte Universitätsausbildung anbieten, die aus persönlichen oder beruflichen Gründen kein Präsenzstudium absolvieren können.
Die im Internet veröffentlichten Lerneinheiten spiegeln die Bandbreite der 170 verschiedenen Studienfächern wider. Studienanfänger wie auch Postgraduierte finden eine große Auswahl an Themen und Fächern aus Sozialwissenschaften, Geschichte, Business und Management, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Technik, Informationstechnologie, aber auch Möglichkeiten zur Verbesserung der eigenen Lernfähigkeiten. Fach- und Führungskräfte können Module mit Einzelthemen wie Marketing, Human Resources, E-Business oder Leadership bearbeiten. Mit 10 bis 15 Stunden sind die einzelnen Module bewusst überschaubar gehalten. Kontrollierbare Lernergebnisse, Feedback- und Follow-up-Möglichkeiten zeichnen sie aus. Schritt für Schritt können Nutzer fortgeschrittenere Übungen erarbeiten. Plattformen zur Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander sind in Vorbereitung.
Tristan Sage, Studienberater der OU Business School in München, sieht viele Vorteile, besonders für Berufstätige, die sich für einen MBA-Abschluss interessieren: „Ohne Verpflichtungen und mit geringem Zeiteinsatz können Manager feststellen, ob die Inhalte ihre persönlichen oder branchenbezogenen Fortbildungswünsche treffen. Sie gewinnen Einblicke in die mehrfach ausgezeichnete Lernmethodik und vermögen zu schätzen, wie viel Zeit sie für ein Lernmodul investieren müssen. Last not least können sie prüfen, ob sie mit dem praktischen Managementstudium auf Englisch gut klar kommen". Die Open University wird auch in Zukunft kein reines virtuelles Internet-Studium anbieten. Denn der Mix aus verschiedenen Lehrmaterialien von Büchern bis CDs, regelmäßige persönliche Betreuung in Vor-Ort-Tutorien und Präsenzseminare machen den Lernerfolg und die hohe Erfolgsquote von über 80 Prozent aus.
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