Chancengleichheit der Geschlechter?
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Die Anzahl weiblicher Studierender in MBA Studiengängen wird mit unterschiedlichen Methoden, zu denen nicht zuletzt spezielle Stipendien ausschließlich für Frauen gehören, gefördert.
Ob Frauen auch nach dem Abschluss des MBA Studiums die gleichen Chancen und das gleiche Einkommen wie ihre männlichen Kommilitonen haben, untersuchte kürzlich Marianne Bertrand, die als Professorin für Wirtschaft an der Booth School of Business der Universität Chicago tätig ist.
Sie bezog in ihre Untersuchung Frauen und Männer ein, deren MBA Abschluss zu Beginn der Studien zwischen drei und achtzehn Jahren zurücklag. Dabei stellte sie fest, dass Frauen im Durchschnitt eine deutlich geringere Gehaltsaufbesserung erfahren hatten als Männer. Der Anteil der Frauen, welche neun Jahre nach ihrem MBA Abschluss nicht berufstätig waren, betrug 13 Prozent, bei den Männern war er kleiner als ein Prozent.
Eine Ursache für das geringere Verdienst von Frauen besteht der Untersuchung zufolge darin, dass Frauen extrem zeitintensive Beschäftigungen scheuen, da sie mehr Zeit für ihre Familie aufwenden möchten. Einen weiteren Grund sieht Marianne Bertrand in der Unterbrechung der Karriere durch die Kindererziehung.
An der Abschlussnote liegt der geringere Verdienst weiblicher Absolventen nicht, diese ist durchschnittlich geringfügig besser als diejenige der Männer.
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