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Sunday, 02 January 2005 |
Das erste Master Degree, den Master of Commercial Science, bot das Darthmouth College
in New Hampshire / USA bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts an. In
den folgenden Jahrzehnten und vor allem seit Beginn des 21. Jahrhundert
sollte sich der Master of Business Administration stark verbreiten und
wurde letztlich zum populärsten Postgraduate-Degree unserer Zeit.
Grund für die Entwicklung des späteren MBA-Studiums war vor allem die Befürchtungen, dass
die USA ohne bildungspolitische Maßnahmen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht gegenüber anderen
Ländern an Stärke verlieren könne, wobei vor allem der fehlende Praxisbezug bemängelt wurde.
Nach dem Dartmouth College
war die Harvard University die
zweite Universität, die den Forderungen an eine praxisbezogene und
effektive Ausbildung für eine neue Management-Elite entsprach. In der
kommenden Zeit sollte das MBA Studium immer mehr Aufmerksamkeit und
Wichtigkeit erlangen, was nicht zuletzt durch die Steigerung der
Programme deutlich wird. Bis Ende der 50er erhöhte sich die Anzahl der
allein in den USA angebotenen Master Degrees 5600 und der MBA nahm
bereits 15 Prozent der universitären Business-Ausbildung ein. Gegen
Ende der 70er Jahre wurde durchschnittlich sogar alle zehn Tage ein
neues MBA-Programm freigegeben.
Zu Anfang
der Rezession in den 70er Jahren schien sich
zunächst jedoch ein Stimmungswechsel abzuzeichnen, wobei äußerst
schwierige Zeiten für die amerikanische Wirtschaft und somit ebenfalls
für MBA Absolventen prophezeit wurden. Überraschenderweise erlebten die
MBA Programme in den 70er Jahren jedoch ein explosiveres Wachstum als
jemals zuvor. Viermal mehr MBAs als in den 60ern wurden in dieser Zeit
verliehen, mehr als 20 Mal so viele wie in den 40er Jahren, in denen
der MBA noch ein Schattendasein neben dem Bachelor Degree pflegte.
Gründe für diese Entwicklung war vor allem, dass sich zum einen
vermehrt Studentinnen und zum anderen Studenten anderer Fachrichtungen
zu einem MBA Studium entschlossen. |