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Dienstag, 21 August, 2018

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Die FOM startet im Herbst in 14 deutschen Städten zum ersten Mal den neuen Master-Studiengang Business Consulting & Digital Management. Durch die Verknüpfung betriebswirtschaftlicher Consulting-Kompetenzen mit praxisnahem Know-how zu den Prozessen der digitalen Transformation werden die Studierenden in die Lage versetzt, Unternehmen intern wie extern beratend zur Seite zu stehen. „Kontinuierliche Veränderung in Unternehmen wird im Zuge der Digitalisierung zum Normalzustand. Ein ‚das machen wir schon immer so‘ hat endgültig ausgedient“, so IT-Experte Prof. Dr. Peter Preuss.

Professor Dr. Peter Preuss, IT Experte und erfahrener Consultant, wird als einer der Professoren im neuen Studiengang unterrichten. Im Folgenden beantwortet er die drei wichtigsten Fragen zum neuen Studiengang, der im Herbst startet.

Worum geht es im Master-Studiengang Business Consulting & Digital Management und was ist das Neue und das Besondere daran?

Prof. Peter Preuss: Wir wenden uns in erster Linie an Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Erststudium. BWL- und Management-Kenntnisse werden vertieft; gleichzeitig erlangen die Studierenden umfassende Digitalkompetenz. Sie werden dadurch in die Lage versetzt, Unternehmen beim Wandel in das digitale Zeitalter auf Prozessmanagementebene zu unterstützen. Das Besondere: Digitalisierung an sich ist im Grunde genommen ein alter Hut – es bedeutet nichts anderes, als analoge Größen in diskrete Werte zu überführen. So ersetzt die E-Mail den Papierbrief, Skype ersetzt das Telefon und so weiter. Viel spannender wird es jedoch, wenn Maßnahmen, die als Digitalisierung beginnen, zu einer umfassenden Transformation des Unternehmens führen. Für diese Umwandlung werden Experten benötigt – und die bilden wir aus.

Was ist unter Transformation des Unternehmens zu verstehen? Wo sehen Sie die Herausforderungen, für die künftige Fachleute benötigt werden?

Prof. Preuss: Digitale Transformation stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, die nicht mit Best-Practice-Modellen von der Stange lösbar sind. Ein Kennzeichen ist, dass man bei digitalen Geschäftsmodellen häufig kein Ziel im Sinne eines gewünschten Endzustandes formulieren kann. Stattdessen müssen die neuen Geschäftsmodelle in kurzen Entwicklungszyklen schrittweise verbessert werden. Und zwar immer orientiert an den Bedürfnissen der Kunden. Ein Beispiel hierfür sind digitale Plattformen wie der Musikdienst Spotify. Oder auch das Taxi-Unternehmen Uber. Die ersten Produkte, die aus diesen so genannten disruptiven Innovationen entstehen, sprechen zunächst nur einen kleinen Kundenkreis an. Diesem Nischendasein folgt dann häufig ein exponentielles Wachstum. Am Ende werden Produkte etablierter Marktteilnehmer verdrängt und ersetzt.

Wie können zukünftige Absolventen derartige Prozesse gestalten? Anders gefragt: Was haben sie von diesem Master-Studium?

Prof. Preuss: Kommende Consultants müssen die Methoden und den Werkzeugkasten eines klassischen Unternehmensberaters um Digitalkompetenz erweitern, um so eine Digitalstrategie entwickeln zu können. Ziel des neuen Studienganges ist es daher, Studierende darin auszubilden, Unternehmen auf dem Weg in die Zukunft zu begleiten und die digitale Transformation mit zu gestalten. Dies kann sowohl von innen (neu eingestellte Mitarbeiter) als auch von außen (klassisches Consulting) erfolgen. Alte Geschäftsmodelle werden sich neu erfinden müssen, neue werden entstehen. Für die Realisierung werden weltweit fähige Köpfe in den Bereichen Geschäftsmodellentwicklung, Geschäftsprozessmanagement und Change-Management mit Fokus auf die Digitalisierung als Berater gesucht. Ein Profil, das bereits heute sehr begehrt ist und künftig noch mehr nachgefragt sein wird. (Quelle: idw-online.de)