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Freitag, 18 Dezember, 2015

Einer der wichtigsten Bausteine einer MBA-Bewerbung, besonders an einer Elite-Hochschule oder einer Universität in den USA oder England, sind die Empfehlungsschreiben. Bei der Auswahl der Referenten und beim Schreiben gibt es einige Punkte zu beachten.


Professionelle Kontakte


Wählen Sie als Referenten solche Personen aus, die Sie beruflich gut kennen und Ihnen gut gesonnen sind. Ihr direkter Vorgesetzter kann so eine Person sein, aber es ist kein Muss, den Vorgesetzten um diesen Gefallen zu bitten. Auch Mitarbeiter oder sogar Kunden, mit denen Sie ein Vertrauensverhältnis haben, können gute Referenten darstellen. 


Freunde als Referenten?


Auf keinen Fall sollten Sie Familienmitglieder auswählen! Auch Freunde eignen sich nur eingeschränkt als Referenten. Ausnahmen bestehen dann, wenn Sie mit Freunden eng zusammenarbeiten oder wenn Sie in Ihrer Freizeit sozial in einem Verein oder einer Organisation tätig sind, möglichst in einer Führungsfunktion. Wenn einer der führenden Personen in dieser Organisation, der Sie und Ihre (Führungs-) Arbeit gut einschätzen kann, dann eine Referenz schreibt, kann dies natürlich durchaus gleichzeitig ein Freund sein.


Was sollten Sie schreiben?


Die Person sollte Sie und Ihre Arbeitsweise aber gut kennen. Außerdem wird auf vielen Referenz-Formularen nach dem Verhältnis von Ihnen und dem Referenten gefragt. Hier sollten Sie ihre berufliche oder organisatorische Verbindung angeben, nicht Ihre Freundschaft. Im Text sollte Ihre Referenz beschreiben, was an Ihrer bisherigen Tätigkeit Sie zum MBA-Studium und anschließend zu einem wertvollen Mitarbeiter qualifiziert. Ab und zu kleine Details einzustreuen, ist dabei kein Fehler: die Hochschule möchte schließlich wissen, wer Sie als Mensch sind.


Referenzen selbst steuern


Sie sollten durchaus versuchen, die Referenzen dabei etwas zu steuern. Wenn Sie jemanden anschreiben oder ansprechen und um eine Referenz bitten, fügen Sie gleich einige Details bei. Geben Sie Tipps, welche Details Sie in einer Empfehlung besonders gerne enthalten hätten.


Gerade Vorgesetzten können Sie sogar vorsichtig vorschlagen, eine erste Version der Empfehlung selbst zu schreiben und diese dann als Vorschlag vorzulegen. Oft wird das fast wortgleich abgezeichnet. So sparen sich die Vorgesetzten Zeit und Sie haben die Empfehlungsschreiben, die Sie gerne hätten.


Und keine Sorge, das ist kein Betrug: in den USA wurde in einer Umfrage gerade festgestellt, dass ca. 40% der Bewerber für amerikanische MBA-Programme von ihren Vorgesetzten sogar gebeten wurden, einen ersten Vorschlag zu verfassen. Solange die Referenten diesen Vorschlag sehen und gut heißen, sind Sie auf der sicheren Seite!