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Montag, 15 August, 2016

China hat sich in den letzten Jahren immer stärker als Anziehungspunkt für MBA-Studenten entwickelt. Gerade im Bereich der Executive MBA gibt es eine Vielzahl an Angeboten und die Führungskräfte nutzen die Gelegenheit, MBA und Kontaktaufnahme nach Fernost zu verbinden, gerne. Doch ab dem 1. Dezember könnte dies deutlich schwieriger werden, denn dann müssen Bewerber eine Prüfung des Bildungsministeriums ablegen.

Mathe, Sprache, Logik, Politik

Die Prüfung des Bildungsministeriums soll für alle Executive MBA-Programme in China gelten. Dabei soll bei der Prüfung nicht nur die Eignung zum MBA-Studium getestet werden- also Mathematik, Sprachvermögen und Logik- sondern auch die politische Gesinnung überprüft werden- und das sowohl bei chinesischen Programmen wie auch bei MBA-Programmen, die in Kooperation mit internationalen Hochschulen angeboten werden.

Keine eigene Entscheidung über zugelassene Studenten

Durch diese Prüfung könnten die Universitäten in Zukunft faktisch nicht mehr selbst aussuchen, wen sie zum MBA-Studium zulassen. Allerdings hat die Maßnahme einen ernsten Hintergrund: sie soll Korruption bekämpfen. Denn schon seit 2014 müssen Staatsbedienstete nachweisen, dass sie ihr Studium selbst finanzieren und nicht dafür bezahlt werden, um in China einflussreiche Unternehmer oder Staatsdiener kennen zu lernen. So soll das Netzwerken häufig wichtiger gewesen sein als der Studienabschluss!

Noch nicht klar, ob und wie die Prüfung tatsächlich kommt

Auch wenn derzeit noch nicht bekannt ist, ob die Maßnahme tatsächlich umgesetzt wird und wie die Prüfung tatsächlich aussehen soll, beträfe sie besonders auch die internationalen Anbieter wie die Guanghua School der Peking University, die Tsinghua School of Economics and Management oder die CEIBS (China Europe International Business School). Hier studieren derzeit angeblich über 700 Studenten im Executive MBA-Programm. Die Mehrheit der MBA-Studenten kommt aus China.