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Mit einer relativ großen Anzahl an Akkreditierungen ist das ACQUIN eine der Branchengrößen. Zu den selbstgestellten Aufgaben des Instituts gehören neben der Qualitätssicherung von Hochschulen und Studiengängen die Hilfestellungen für Studierende und Unternehmen. Öffentlichkeitsarbeit und kooperative Projekte vervollständigen das Angebotsportfolio.

Das als gemeinnütziger Verein organisiert ACQUIN wurde 2001 gegründet und hat seinen Sitz im fränkischen Bayreuth. Die Erstakkreditierung durch den Akkreditierungsrat umfasste den Zeitraum von 2001 bis 2006. Die gegenwärtig gültige dritte Reakkreditierung gilt bis Juni 2017. Die Organisation hat bislang über 2000 Studiengänge akkreditiert.

Aufgaben und Schwerpunkte

Das ACQUIN ist für System- und Programmakkreditierungen zugelassen. Damit prüft und bestätigt das Institut in Deutschland die Effizienz und Einhaltung der Bildungsstandards von

  • Bachelorstudiengängen aller Fachrichtungen,
  • Masterstudiengängen aller Fachrichtungen und
  • internen Qualitätssicherungssystemen der Hochschulen.

Die Akkreditierung von grundständigen Bachelor- und weiterführenden Master-Studiengängen mit dem Ziel der nationalen und internationalen Anerkennung der jeweiligen Abschlüsse ist nicht die einzige Aufgabe der ACQUIN. Die Öffentlichkeitsarbeit durch die aktive Teilnahme am hochschulpolitischen Diskurs sowie durch die Veröffentlichung von Schriften ist ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld. Kooperationen und Kontaktpflege auf internationaler Ebene helfen bei der Wahrnehmung dieser unterstützenden Funktion.

Zusammensetzung des Instituts und Selbstverständnis

Mehr als 160 Hochschulen und wissenschaftsnahe Verbände sind Mitglied im ACQUIN. Die Vereinsmitglieder kommen aus

  • Deutschland,
  • Österreich,
  • Ungarn,
  • der Schweiz und
  • den USA.

Ihre Vertreter verstehen sich als Selbstverwaltungseinrichtung der Hochschulen, die frei von staatlichem Einfluss ausschließlich der Wissenschaftsfreiheit und der Hochschulautonomie verpflichtet sind.

Zusammensetzung der Gutachtergruppen

Im Verfahren der Akkreditierung eines Studienprogramms arbeiten

  • drei Hochschulprofessoren/-professorinnen anderer Hochschularten,
  • ein(e) Studierende(r) und
  • ein(e) Berufspraktiker(in)

in einer Gruppe zur Begutachtung der Programmunterlagen und der Gegebenheiten zusammen. Ein Mitarbeiter des Instituts begleitet den Akkreditierungsprozess. Zum Abschluss erstellt die Gutachtergruppe ein ausführliches Gutachten, das den Prozess dokumentiert und eine Empfehlung oder Auflagen enthält.

Kritik und Bedeutung

Das ACQUIN postuliert es als seine Ziele,

  • die Qualität der Studienangebote zu sichern,
  • die Markttransparenz herzustellen,
  • die deutschen Hochschulen für ausländische Studierende attraktiv zu gestalten und
  • die akademischen Abschlüsse vergleichbar zu machen.

Zur Erreichung dieser Ziele unterhält das ACQUIN einen ständigen Dialog mit Arbeitgebern und Studierenden. Dennoch kann der Spezialfall entstehen, dass die Akkreditierung von deutschsprachigen, hochspezialisierten MBA-Programmen erfolgt, deren Titel nach Studienabschluss international nicht geführt werden kann, obwohl die deutschen Qualitätskriterien erfüllt sind.

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