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Erst 2006 hat die European Foundation for Management Development (EFMD) das EPAS-Siegel als zweites Gütesiegel der Stiftung, das hohe Qualitätsstandards in der wirtschaftswissenschaftlichen Managementausbildung gewährleisten soll, geschaffen. Mit dieser Alternative zur anerkannten EQUIS-Akkreditierung haben Hochschulen die Möglichkeit, auch einzelne Studienprogramme von der renommierten Stiftung akkreditieren zu lassen.

Das Qualitätssiegel für einzelne Studienprogramme in wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten existiert seit 2006. Es wird vergeben von der als Verein organisierten European Foundation for Management Development (EFMD), die 1972 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Brüssel hat. Nach relativ kurzer Zeit sind über 70 Programme in 24 Ländern mit dem neuen Siegel ausgezeichnet worden. Ein einziges deutsches MBA-Programm erfüllt bislang den kompletten EPAS-Forderungskatalog.

Aufgaben und Schwerpunkte

EPAS ist eines von vier wichtigen Akkreditierungssiegeln, die von der EFMD vergeben werden. Die Organisation überprüft und akkreditiert hohe Qualitätsstandards in Lehre, Forschung und Studienorganisation.

  • Business Schools,
  • wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten und
  • wirtschaftswissenschaftliche Studienprogramme auf Bachelor-, Master- oder Promotionsebene

werden mit jeweils eigenen Siegeln der international tätigen Stiftung ausgezeichnet.

Zusammensetzung der Organisation und Selbstverständnis

Weltweit gehören rund 760 Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Vertreter der nationalen Administrationen zur beitragspflichtigen EFMD. Zu den mehr als 40 Mitgliedern aus Deutschland zählen DAX-Unternehmen sowie namhafte Universitäten und Business Schools, die unter dem Dach der Organisation einen Austausch über die Qualität von Konzepten zur Managementausbildung pflegen.

Die Verbesserung und internationale Ausrichtung der akademischen Managementausbildung ist das Kernziel der EFMD. Zur Erreichung ihrer Ziele fördert die Organisation das internationale Benchmarking von Ausbildungsaktivitäten. Der Austausch zwischen Forschung, Lehre, Unternehmen und öffentlichem Sektor liegt im Interesse aller Beteiligten. Durch die internationale Kooperation der Interessengruppen sollen Ideen entstehen und nachhaltige Kontakte zwischen akademischen und wirtschaftlichen Akteuren gefördert werden.

Kriterien der Gutachtergruppen

Die international besetzten Gutachtergruppen überprüfen für die Akkreditierung mit dem EPAS-Gütesiegel ähnliche Kriterien wie für das EQUIS-Siegel. Der Praxisbezug der Studieninhalte und die interne Qualitätssicherung gehören zu den zentralen Anforderungen für die Akkreditierung. Zum Akkreditierungsverfahren zugelassen sind Programme mit einem mindestens 50-prozentigen Anteil von Managementinhalten und mindestens 25 Teilnehmenden.

Kritik und Bedeutung

Gerade im Bereich der MBA-Programme müssen Studieninteressierte sorgfältig darauf achten, ob das von ihnen gewählte Studienprogramm nach Abschluss dazu legitimiert, den verliehenen Titel eines "Master of Business Administration" ohne Zusatz führen zu dürfen. Die von der EFMD verliehenen Akkreditierungen stellen unter diesem Gesichtspunkt kein Problem dar.

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