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Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften können für die Akkreditierung auf die Spezialisierung der FIBAA zurückgreifen. Außer der Anerkennung gesellschaftswissenschaftlicher Studienprogramme auf Bachelor- und Masterebene bietet die Stiftung Beratung von Hochschulen und die Akkreditierung der hochschulinternen Systeme zur Qualitätssicherung.

Die als Schweizer Bundesstiftung organisierte FIBAA wurde 1994 gegründet, arbeitet seit 1995 als Akkreditierungsagentur und hat ihren Sitz in Bonn. Die Erstakkreditierung durch den Akkreditierungsrat umfasste den Zeitraum von 2002 bis 2004. Die gegenwärtig gültige dritte Reakkreditierung gilt bis März 2017. Die in der Vergangenheit akkreditierten Programme sind auf der Homepage der Stiftung recherchierbar.

Aufgaben und Schwerpunkte

Der Akkreditierungsrat hat die FIBAA ohne Auflagen für System- und Programmakkreditierungen zugelassen. Auf Basis ihrer eigenen Akkreditierung bietet die Stiftung bundesweit Prüfungsverfahren für die praxisnahe Realisierung von

  • Bachelorstudiengängen in wirtschafts- rechts- und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen,
  • Masterstudiengängen in wirtschafts- rechts- und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen und
  • internen Qualitätssicherungssystemen der antragstellenden Hochschulen.

Der Aufgabenbereich zügig durchgeführter Akkreditierungsverfahren und Audits auch im Weiterbildungsbereich wird ergänzt durch die Partizipation an internationalen Qualitätssicherungsprozessen der Hochschulausbildung. Mit Mitgliedschaften in internationalen Institutionen ist die FIBAA in diese Entwicklungen integriert.

Zusammensetzung der Stiftung und Selbstverständnis

Die Gründung der FIBAA geht zurück auf die Notwendigkeit, für die bereits in den 1990er Jahren geschaffenen MBA-Studienprogramme einheitliche Qualitätskriterien zu etablieren. Spitzenverbände der Wirtschaft in den deutschsprachigen Staaten gehören zu den Gründungsmitgliedern der Akkreditierungsorganisation. Bis heute ist der Stiftungsrat mit Vertreter(innen) aus Verbänden, Unternehmen und Hochschulen besetzt.

Das Selbstverständnis der Stiftung lässt sich in Schlagworten zusammenfassen:

  • Transparenz durch klare Qualitätskriterien und präzise Rückmeldungen
  • Flexibilität und Effizienz in möglichst kurzen Verfahren
  • Internationalität mit dem Ziel der Studienvergleichbarkeit und Studierendenmobilität

Zusammensetzung der Gutachtergruppen

Für die Vergabe der FIBAA-Qualitätssiegel arbeiten in den Gutachtergruppen Wissenschaft, Studierendenschaft und Berufspraxis zusammen. International qualifizierte Kommissionen unterstützen die Arbeit der Stiftung.

Kritik und Bedeutung

Die Fortentwicklung von Qualitätsstandards in der Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in die nicht nur Hochschulen und Akkreditierungsagenturen, sondern ebenso Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung involviert sind. Mit dem Ansatz, sämtliche Prüfungsergebnisse von FIBAA-Verfahren zu publizieren, kommt die Stiftung diesem Entwicklungsauftrag nach. Solange das postulierte Selbstbild einer Organisation im stetigen Lernprozess und Austausch mit internen und externen Akteuren realisiert wird, ist die Akkreditierungsstiftung ein zuverlässiges Mittel zur Verbesserung der Bildungs- und Weiterbildungsqualität.

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