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Was ist ein MBA?

Der Master of Business Administration (MBA) ist ein postgraduierter Abschluss. Er berechtigt, den akademischen Titel MBA hinter dem Namen zu tragen. Ein MBA-Studium hat allgemeine Management-Themen wie Finance, Unternehmensstrategie, Personalwesen oder Marketing zum Inhalt.

Es soll Manager ausbilden und Theorie mit Praxis verbinden. Daher ist eine der Voraussetzungen für die meisten Programme, dass Studenten mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringen.

In jüngster Zeit werden verstärkt MBA-Studiengänge mit unterschiedlichen Spezialisierungen angeboten. Darüber hinaus lockert auch die Studiendauer stetig auf: während klassische MBA-Programme in zwei Jahren Vollzeitstudium absolviert wurden, werden nun verstärkt Teilzeit-, Online oder einjährige Vollzeitprogramme angeboten.

In den letzten Jahren ist verstärkt auch Kritik an den MBA-Studiengängen aufgetreten. Durch die immer stärkeren Unterschiede in den Programmen wird eine Vergleichbarkeit schwieriger und die Zahl der schwarzen Schafe mehr sich.

Unseriöse Anbieter wollen vom Hype um den oft sehr teuren Abschluss profitieren. Studieninhalte sind dann oft nicht transparent und manche Anbieter haben nicht das Recht, den Titel des MBA tatsächlich zu verleihen. Mit einem Fragenkatalog und einer Checkliste (Link nach unten) wollen wir Ihnen helfen, ein seriöses Programm zu finden.

Geschichte

Das Studium zum Master of Business Administration stammt aus den USA. Dort wurde an der Harvard University 1908 das erste MBA- Programm eingeführt. Das erste MBA-Programm, das speziell für mittlere Manager und Führungskräfte angelegt war, wurde ab 1930 am MIT in Boston angeboten.

Erst 1950 wurde in Kanada der erste MBA außerhalb der USA ins Leben gerufen und es dauerte noch weitere sieben Jahre, bis an der INSEAD in Frankreich auch das erste MBA-Programm in Europa an den Start ging.

Dies, sowie die lange Geschichte anderer Abschlüsse in Europa, wie Magister oder Diplom, erklärt auch, warum nach wie vor amerikanische Universitäten bei MBA-Programmen führend sind.

Bologna-Reform bring Popularität

Erst durch die Bologna- Reform, die auch in Europa flächendeckend die Abschlüsse Bachelor, Master sowie Doktor eingeführt hat, wurde der MBA populär. Mittlerweile gibt es allein in Deutschland rund 250 Programme.

Führende Deutsche Anbieter

Zu den international anerkanntesten Anbietern von MBA- Programmen in Deutschland gehören die Mannheim Business School sowie die ESMT European School of Management and Technology in Berlin. Sie sind die ersten deutschen Anbieter, die im renommierten Ranking der Financial Times eine Platzierung erreichen konnten.

MBA: Warum und für wen?

Als Motivation für ein MBA- Studium kristallisieren sich bei den meisten Studenten zwei Gründe heraus: ein Sprung auf der Karriereleiter oder ein Karrierewechsel. Beide Gruppen streben dabei auch eine Gehaltssteigerung an.

Natürlich ist ein MBA kein Garant für eine Turbo- Karriere, verbesserte Chancen bei der Jobsuche oder eine kräftige Gehaltssteigerung. Aber ein MBA vermittelt, dass Sie die nötigen Kompetenzen mitbringen.

Kompetenzen aus dem MBA-Studium

Denn im MBA- Studium werden Fähigkeiten wie Problemlösen, eine bereichsübergreifende Perspektive oder Führungskompetenzen trainiert. Darüber hinaus gewinnen Sie einen guten Überblick über Themen, die im Management wichtig sind. Diese Voraussetzungen machen bei der Jobsuche attraktiv!

Das bedeutet, der MBA ist besonders für solche Studenten attraktiv, die bereits über einige Jahre Berufserfahrung verfügen. Bei Naturwissenschaftlern kann er zum Beispiel das nötige betriebswirtschaftliche Wissen vermitteln, das für einen Aufstieg ins Management nötig ist.

Als Geisteswissenschaftler, Jurist oder Ingenieur können Sie von den wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen profitieren. Wirtschafswissenschaftler profitieren von der Ausbildung des Führungswissens, das im MBA- Studium vermittelt wird.

Mehr als nur Fachwissen: Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk

Über das fachliche Wissen hinaus bietet ein MBA- Programm aber besonders die Möglichkeit, sich ein Netzwerk an potentiellen Spitzenkräften in verschiedenen Wirtschaftszweigen und Unternehmen aufzubauen. Von diesem Netzwerk zehren viele noch Jahre nach dem Abschluss.

Die meisten MBA-Programme schulen außerdem Ihre interkulturellen Kompetenzen, da der MBA- Markt längst global ist. Das bedeutet, dass die meisten Programme sich aus internationalen Studenten zusammen setzen und die Unterrichtssprache häufig Englisch ist.

Wer darüber hinaus auch noch Auslandserfahrung und Sprachkenntnisse nachweisen möchte, sollte ein MBA- Programm im Ausland in Betracht ziehen.

Studienverlauf

Klassisch zweijährig

Das MBA- Studium wird mittlerweile in vielen verschiedenen Studienformen angeboten. Klassisch amerikanisch dauert das Studium nach wie vor 2 Jahre und wird in Vollzeit absolviert. Während dies die Kosten in die Höhe treibt, ist der Vorteil an dieser Studienform die „Sommerpause“ zwischen den beiden Jahren. Denn in diesem Zeitraum kann ein Praktikum absolviert werden, das häufig ein Stellenangebot nach sich zieht.

Ein Jahr studieren

In Europa setzt sich mehr und mehr der einjährige Vollzeit-MBA durch. Dadurch werden die Kosten und der Verdienstausfall deutlich geringer gehalten, bei der Jobsuche helfen die Unis. Allerdings wird der Stoff komprimierter und schneller vermittelt und „nebenbei“ muss die Jobsuche erfolgen.

Spezialisierungen

Immer mehr Hochschulen bieten den MBA mit Spezialisierung an- und laut einer Umfrage der Akkreditierungsagentur EFMD trifft dies die Wünsche von rund 40% der Studieninteressierten. Dabei ist die Spezialisierung in Finance am beliebtesten.

Eine Spezialisierung wie Corporate Social Responsibility (CSR), HR oder solche im Gesundheitswesen kann ganz gezielt auf den angestrebten Karrieresprung oder die angestrebte Branche vorbereiten.

Neben dem Beruf studieren

Neben den Vollzeit-Programmen werden verstärkt auch Online- MBA oder Teilzeit- MBA angeboten. Der Unterricht findet dann entweder zum größten Teil im Selbststudium bzw. online, oft gemischt mit einigen Präsenzphasen, an einigen Abenden pro Woche oder an Wochenenden statt.

Diese Programme ermöglichen, sich neben dem Beruf weiterzubilden und damit weiterhin Gehalt zu beziehen. Allerdings erfordern sie auch Disziplin und Durchhaltevermögen der Studenten, denn sie dauern länger als Vollzeit-Programme und können nicht „nebenbei“ absolviert werden.

Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik „Berufsbegleitender MBA“ sowie „MBA Fernstudium“.

Executive MBA

Neben den „normalen“ MBA- Programmen, die auf zukünftige Führungsaufgaben vorbereiten, gibt es auch immer mehr Executive MBA- Angebote. Diese Programme erfordern mehr Berufserfahrung, idealerweise mit Führungs- und Budgetverantwortung.

Meist sind die Studenten daher in der Geschäftsführung oder mindestens dem gehobenen Management tätig. EMBA- Programme sind Sonderformen des berufsbegleitenden Studiums.

Lesen Sie dazu auch unsere Rubrik „Executive MBA“.

Studieninhalt: Managementwissen

Grundlagen

Laut den Richtlinien der Akkreditierungsagenturen sollte ein MBA- Studium folgende Inhalte vermitteln:

  • Überblick über Entwicklungen und Abläufe auf den ökonomischen Märkten
  • Kunden und Kundenerwartungen
  • Finanzwirtschaft
  • Personalmanagement
  • Prozessmanagement
  • Grundlagen zu Informationssystemen
  • Kenntnisse zu Kommunikations- und Informationstechnologien
  • Wirtschaftsstrategie
  • Nachhaltigkeit, Wirtschaftsethik und verantwortungsvolles Management
  • Persönliche Entwicklung wie Kommunikation und Präsentationstechniken, Verhandlungssicherheit, etc.

Zu Beginn des Studiums werden die Grundlagen meist in Kernfächern bzw. Pflichtkursen vermittelt.

Vertiefung

Oft ist es möglich, im zweiten Teil Schwerpunkte durch Wahlfächer zu setzen- selbst wenn keine Spezialisierung angestrebt wird. Zum Abschluss fordern viele Programme von den Studenten eine Thesis. Spätestens bei der Themenauswahl dieser Abschlussarbeit wird eine Vertiefung auf einen bestimmten Ausschnitt an Management- Aufgaben gewählt. So können Sie sich auch für mögliche künftige Arbeitgeber interessant machen.

Von den Erfahrungen der anderen profitieren

Neben der inhaltlichen Wissensvermittlung profitieren die Studenten im MBA- Studium von den Erfahrungen der anderen Studenten. In Fallbeispielen oder Diskussionsrunden sowie durch die Einbindung von Vertretern aus der Wirtschaft wird der Unterricht besonders praktisch gehalten.

Darüber hinaus sollte man bei der Wahl des MBA- Programms die Möglichkeiten zum Netzwerken im Auge behalten und genau hinschauen, aus welchen Branchen und mit wie viel Erfahrung die potentiellen Mitstudenten normalerweise ausgestattet sind.

Richtig bewerben

Für die Zulassung zum MBA- Studium wird üblicherweise ein abgeschlossenes Erststudium vorausgesetzt. In manchen Fällen kann dies durch Berufserfahrung ersetzt werden, was jedoch sehr selten für Spitzenprogramme gilt.

Neben den Notendurchschnitt im Erststudium sind besonders folgende Faktoren für den Erfolg der Bewerbung verantwortlich:

  • GMAT (selten auch andere Eignungstests)
  • TOEFL (für Programme auf Englisch und im Ausland)
  • Empfehlungsschreiben
  • Persönliches Motivationsschreiben
  • Arbeitserfahrung
  • Interview (Vorstellungsgespräch)
  • Teils soziales Engagement, Beispielaufsätze, etc.

GMAT

Der Graduate Management Admissions Test GMAT ist der häufigste geforderte Test in Bewerbungen zum MBA. Teilweise wird auch der GRE (Graduate Record Examination) akzeptiert.

Im GMAT werden logisches Denken, analytische Fähigkeiten sowie quantitative und englischsprachliche Fähigkeiten überprüft.

Der TOEFL- Test wird verwendet, um genügend englische Sprachkenntnisse nachzuweisen. Für beide Tests gibt es sehr viele Vorbereitungskurse, Lernmaterialien und Diskussionsforen mit Tipps. Bereiten Sie sich auf beide Tests gut vor und unterschätzen Sie den Zeitaufwand dafür nicht!

Empfehlungsschreiben

In den Schreiben sollen Vorgesetzte, frühere Professoren oder andere Personen, die Ihre (professionelle) Eignung gut beurteilen können, der Universität eine Einschätzung Ihrer Persönlichkeit vermitteln. Auch Personen, mit denen Sie sich sozial engagieren, zum Beispiel im Verein, eignen sich als Referenz.

Sie punkten in Ihrer Bewerbung besonders mit Führungsstärke, guten Fähigkeiten, sich selbst und andere zu motivieren, Zuverlässigkeit und Ausdauer, Teamfähigkeit und Zielorientierung.

Motivationsschreiben

Neben dem GMAT ist dieses Schreiben vielleicht das wichtigste Dokument in Ihren Bewerbungsunterlagen. Während ein schlechter GMAT dafür sorgt, dass Sie besonders an guten Unis sofort aussortiert werden, sorgt ein gutes Motivationsschreiben dafür, dass Sie tatsächlich ausgewählt werden.

Im Motivationsschreiben sollten Sie erklären, wer Sie sind, warum Sie genau jetzt genau diesen MBA- Abschluss an der jeweiligen Uni anstreben und welche Ziele Sie kurzfristig und längerfristig durch den Abschluss erreichen wollen. Beziehen Sie sich hier auch individuell auf die Universität und das Programm.

Erklären Sie Lücken, Schwächen oder außergewöhnliche Stationen im Lebenslauf. Schreiben Sie persönlich und professionell- also nicht schwülstig und nicht zu kühl.

Arbeitserfahrung

Ein MBA ist ein Studium, das stark praxisorientiert ist. Arbeitserfahrung ist daher fast immer eine Zulassungsvoraussetzung. Zeigen Sie, welche Fähigkeiten Sie täglich anwenden mussten und wo Sie bereits erste Führungserfahrungen gesammelt haben.

Dabei muss nicht notwendigerweise die gesamte Erfahrung im Job gesammelt worden sein, auch freiwilliges Engagement kann Ihnen die nötige Führungsstärke nachweisen.

Es ist allerdings nicht zu empfehlen, mit sehr geringer oder ohne Berufserfahrung einen MBA- Abschluss anzustreben, selbst wenn einige Hochschulen das mittlerweile anbieten. Denn der Erfahrungsaustausch und Praxisbezug des vermittelten Wissens trägt entscheidend dazu bei, wie sehr Sie vom Studium profitieren.

Interview

Kurze Interviews mit den Bewerbern werden in den letzten Jahren immer beliebter. Zur Vorbereitung sollten Sie sich Ihre Unterlagen und besonders das Motivationsschreiben noch einmal genau anschauen. Besonders überzeugen Sie, wenn Sie selbstbewusst und zielstrebig auftreten und den Eindruck vermitteln, dass Sie genau wissen, warum Sie in dieses Programm aufgenommen werden möchten.

MBA Akkreditierung

Bei der Auswahl eines MBA- Programms sollten Sie auf die Akkreditierung achten. Dies sind Gütesiegel, die ein Mindestmaß an Qualität sichern und dafür verschiedene Kriterien prüfen. In Europa sind diese Akkreditierungen weit verbreitet:

  • AACSB, die aus den USA stammt und an knapp 700 Universitäten weltweit verliehen ist
  • EQUIS, die europaweit trotz der vielfältigen Programme einen Mindeststandard festlegt
  • AMBA, die besonders in Großbritannien verliehen wird
  • FIBAA, die Akkreditierung, die im deutschsprachigen Raum am häufigsten ist

Wenn ein Programm die Akkreditierungen von AACSB, EQUIS und AMBA trägt, besitzt es die sogenannte „Triple Crown“, die derzeit weniger als 1% alle Programme weltweit inne hat. In Deutschland haben nur die ESCP Europe Berlin und die Mannheim Business School die drei Akkreditierungen.

Weitere Informationen zur: MBA Akkreditierung

Karriereaussichten

Typische Einsatzbereiche für MBA- Absolventen sind Unternehmensberatungen, Finanzwesen und Investmentbanking, Marketing, IT, Projektmanagement oder Produktionssteuerung. Dabei streben laut GMAC, dem Anbieter der Aufnahmetests, über 60% der Studenten nach dem MBA einen Karrierewechsel an.

Natürlich ist weder die Karriere im Management noch der Traumjob durch einen MBA garantiert. Welche Karriereaussichten ein Absolvent hat, hängt stark davon ab, welche berufliche Vorerfahrung man mitbringt, wo man studiert hat und welches bzw. ob man eine Spezialisierung gewählt hat.

Doch die meisten Unis helfen den Studenten, nach dem Abschluss schnell eine neue Stelle zu finden, was die Chancen auf einen schnellen Auf- oder erfolgreichen Umstieg oft erhöht.

MBA Ranking

Es gibt fünf weltweit als bedeutend anerkannte Rankings. Diese werden von der Financial Times, Forbes, Bloomberg Business (früher Businessweek), US News and World Report und dem Economist erstellt. Diese Ranglisten zeigen, welche Universitäten bei Unternehmen, Absolventen oder anderen Universitäten am besten angesehen werden bzw. welche Programme hohe Gehaltssteigerungen versprechen.

In Deutschland sind derzeit die Mannheim Business School und die ESMT Berlin im Ranking der Financial Times vertreten. Angeführt wird dieses Ranking von der Harvard Business School.

Auch wenn ein Platz in den renommierten Rankings ein Anzeichen für Qualität ist, sollte die Platzierung nur ein kleiner Baustein in der Entscheidung Pro oder Kontra ein Programm sein. Denn erstens gibt es an den Rankings auch viel Kritik, zweitens sind die Rankings von traditionellen amerikanischen Programmen dominiert und drittens gibt es viele weitere individuelle Faktoren, die ebenfalls in die Entscheidungsfindung einfließen sollten.

Mehr zum Thema finden Sie in unserer Rubrik MBA Ranking

10 wichtigste Aspekte beim MBA

Bevor Sie sich dazu entschließen, ein MBA-Studium zu beginnen, sollten Sie diese 10 Fragen beantworten.

Wie wichtig ist der MBA für mein Karriereziel?

Sind Sie sich im Klaren darüber, wo Sie beruflich hin wollen? Ist der MBA dafür entscheidend und wenn ja, warum? Wenn Sie ein Ziel vor Augen haben, wird es Ihnen leichter fallen, sich als Bewerber durchzusetzen und auch, die anstrengenden Momente des Studiums durchzustehen.

Welche Alternativen gibt es zum MBA?

Erreichen Sie Ihr Ziel evtl. auch mit einem anderen Master? Ist ein Master of Science (MSc) in Finance oder Accounting vielleicht besser geeignet oder führt ein Master in Management (MiM) schneller an Ihr Ziel? Können Sie Ihr Ziel durch einen Jobwechsel erreichen, ganz ohne Studium? Prüfen Sie auch weniger kostenintensive Weiterbildungsmöglichkeiten.

Welche Fähigkeiten möchte ich durch den MBA erwerben?

Wollen Sie Führungskompetenzen und Managementwissen erhalten? Oder soll der MBA auch Fremdsprachenkenntnisse nachweisen oder sogar den noch fehlenden Auslandsaufenthalt mit sich bringen? Wie wichtig ist es Ihnen, Ihr Netzwerk im Studium zu erweitern?

Seien Sie ehrlich und wählen Sie das Programm entsprechend aus- ziehen Sie auch berufsbegleitende Programme, Vollzeitprogramme im Ausland, etc. in Betracht.

Möchte ich wirklich in eine Führungsposition?

Grundsätzlich sollten Sie sich fragen, ob Sie wirklich eine Führungsposition anstreben. Sind Sie bereit, die Arbeitsstunden zu leisten und auch, die Konflikte auszuhalten, die eine solche Position mit sich bringt?

Habe ich das nötige Durchhaltevermögen für ein MBA- Studium?

Ein MBA- Studium ist anstrengend und erfordert viel Disziplin- besonders wenn es neben dem Beruf absolviert wird.

Kann ich den MBA finanzieren?

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Ist Ihr Arbeitgeber u.U. bereit, Ihnen das Studium oder einen Teil davon zu finanzieren? Kommen Sie für Stipendien in Frage? Können Sie Gehaltseinbußen verkraften? Und haben Sie ein Polster für unerwartete Ereignisse?

Passt der MBA in meine übrige Lebensplanung?

Wie steht Ihr Umfeld zu Ihrem Studienvorhaben? Auch die Familie sollte die Entscheidung mit tragen.

Ist JETZT der richtige Zeitpunkt?

Stecken Sie beruflich gerade mitten in einem Großprojekt? Oder Sie erweitern gerade die Familie? Haben Sie genügend Erfahrungen und die Zeit, um sich bestmöglich zu informieren und dann zu bewerben? Ein MBA- Studium sollten Sie nicht aus einer Laune heraus und als Schnellschuss aufnehmen. Natürlich ist nie alles perfekt, aber ein MBA sollte in die äußeren Umstände passen.

Erfülle ich die Voraussetzungen für die Bewerbung?

Haben Sie genügend Berufserfahrung? Sie werden vom Studium wesentlich mehr profitieren, wenn Sie diese Voraussetzung tatsächlich erfüllen und nicht nur „schön reden“! Haben Sie Zeit und Energie, für den GMAT und TOEFL zu lernen, um an die für Sie bestmögliche Universität gehen zu können? Wissen Sie, wer als Referenz in Frage kommen könnte?

Welche Hürden und Vorteile bring das MBA- Studium mit sich?

Ein MBA beschleunigt den Karrierewechsel und bereitet den Sprung in die Führungsetage vor- er reißt u.U. aber aus dem Arbeitsmarkt heraus und kostet viel Zeit, Energie und Geld. Daneben bringt ein MBA-Studium individuell Änderungen mit sich- überlegen Sie vor der Entscheidung zum Studium, mit welchen Konsequenzen Sie rechnen dürfen.

Sie haben sich entschieden: MBA- Checkliste

Sie wollen ein Studium zum MBA aufnehmen und haben auch schon einige Programme in die engere Wahl geschlossen? Prüfen Sie es auf Herz und Nieren:

  • Wie ist das Programm akkreditiert oder anerkannt?
  • Wie lange existiert das Programm bereits?
  • Wo und wie schnell finden Absolventen anschließend eine Stelle? Arbeitet die Uni mit der Wirtschaft zusammen?
  • Welche Studieninhalte werden abgedeckt und gibt es Wahlmöglichkeiten?
  • Decken sich die Studieninhalte mit Ihren persönlichen Karrierezielen?
  • Wie schnell ist der Lernrhythmus? Kann er ggf. individuell angepasst werden?
  • Kommen Dozenten aus der Wirtschaft bzw. arbeiten sie mit Unternehmen zusammen?
  • Wie stark ist der Praxisbezug im Studium? Gibt es u.U. Beispiel- Lehrmaterial oder offene Vorlesungen, anhand denen Sie dies testen können?
  • Gibt es Erfahrungsberichte? Können Sie sogar Kontakt zu früheren Absolventen aufnehmen? Stellt die Bildungseinrichtung diese Kontakte ggf. sogar selbst her?
  • Erfüllen Sie die Voraussetzungen für das Studium? Können Sie ggf. fehlende Voraussetzungen durch Erfahrungen ersetzen oder noch kurzfristig erwerben?
  • Ist Berufserfahrung eine Voraussetzung?
  • Wollen Sie sich mit dem MBA im aktuellen Unternehmen weiterentwickeln? Wie steht Ihr Arbeitgeber zu diesem Vorhaben?
  • Ist der Abschluss und die Hochschule von Arbeitgebern anerkannt?
  • Wie ist der Kontakt mit der Hochschule: schnell, freundlich, kompetent?
  • Gibt es übertriebene Erfolgs- bzw. Geld- Zurück- Versprechen? Fühlt sich das Angebot intuitiv seriös an?
  • Gibt es ein Auslandssemester, Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen oder internationale Sommerkurse? Wenn ja, wie werden diese finanziert?

Fazit

  • Ein MBA- Studium ist ein postgraduiertes, allgemeines Management- Studium, das meist zu Karrierewechseln oder zum Sprung in eine Führungsposition genutzt wird.
  • Aus diesem Grund setzen qualitativ hochwertige Programme fast immer mehrere Jahre Berufserfahrung voraus.
  • Wer überlegt, ein MBA- Studium zu beginnen, steht vor einer ganzen Reihe an Entscheidungen, denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Programmen überall auf der Welt und in sehr unterschiedlichen Ausführungen.
  • Ein MBA kann in Vollzeit oder Teilzeit, mit Spezialisierung oder ohne erworben werden.
  • Wir bieten Ihnen hier eine Reihe an Fragen, die Ihnen bei der Entscheidung, ob ein MBA das Richtige für Sie ist, helfen.
  • Eine Checkliste unterstützt Sie bei der Auswahl des für Sie richtigen Programms.
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