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Interesse am Karriereweg FH-Professur wächst

Jede bzw. jeder Dritte studiert mittlerweile an einer Fachhochschule (FH) bzw. einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) – Tendenz steigend. Der Bedarf an Professorinnen und Professoren ist entsprechend hoch.

Dienstag, 10 Oktober, 2017

Inhaltsverzeichnis

Die Zahl der Studierenden in Deutschland wächst stetig, und nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes studiert inzwischen jede bzw. jeder Dritte an einer Fachhochschule (FH) bzw. einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) – Tendenz steigend. Der Bedarf an Professorinnen und Professoren ist entsprechend hoch. Bis 2020 wird bundesweit jede fünfte FH-Professur frei und muss neu besetzt werden.

Schwierig, geeignete Bewerber zu finden

„Es wird zunehmend schwieriger, qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber für freie Professuren zu gewinnen“, sagt Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. „Der Karriereweg FH-Professorin oder Professor ist vielen geeigneten Personen schlicht nicht bekannt. Das soll sich ändern“, so Zaby. Er ist Vorsitzender von UAS7, dem Verbund führender deutscher Fachhochschulen. 

Roadshow, um Berufsweg bekannter zu machen

Die Hochschulallianz hat die wissenschaftliche Nachwuchsgewinnung für Fachhochschulen zu einem erklärten Ziel gemacht und tourt mit einer Roadshow durch Deutschland, um Wissenschaftler/innen und forschungsbegeisterte Praktiker/innen aus der Wirtschaft über den Karriereweg FH-Professor/in zu informieren. Denn allein die UAS7-Hochschulen besetzen jährlich über 100 Professuren neu.

Beruf hat viel zu bieten

Zaby ermutigte bei einer Veranstaltung in Berlin die Interessent/innen, am Ziel FH-Professur festzuhalten: „Der Beruf hat viel zu bieten, die Chance, die eigene Leidenschaft für ein Fach an Studierende weiterzugeben, zur Bildung der nächsten Generation beizutragen und eng vernetzt mit der Praxis zu forschen – und das alles bei hoher inhaltlicher Flexibilität und beruflicher Sicherheit“.

Praktische Erfahrung vorausgesetzt

Die wissenschaftliche und praktische Doppelqualifikation, die bei Bewerbungen auf eine FH-Professur vorausgesetzt wird, ist für viele eine Einstiegshürde. Neben Studium, Promotion, Erfahrung in Lehre und Forschung ist eine mindestens fünfjährige Berufspraxis nachzuweisen. Drei Jahre davon müssen außerhalb der Hochschule gesammelt worden sein. Neben hohen Ansprüchen an die wissenschaftliche und pädagogische Kompetenz ist auch die Fähigkeit, praxisrelevantes Wissen aus der eigenen Berufserfahrung zu vermitteln, eine entscheidende Anforderung an Bewerberinnen und Bewerber um eine FH-Professur.

Nächster Stopp: Osnabrück

Bei der UAS7 Roadshow wird aufgezeigt und diskutiert, wie man sich optimal darauf vorbereiten kann, die Anforderungskriterien zu erfüllen. Am 8. Dezember 2017 ist die FH Osnabrück nächste Station der Informationsreihe.