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Dienstag, 2 Januar, 2018

Im Mai 2018 wird die EU die neuen General Data Protection Regulations, kurz GDPR, vorstellen. Diese neuen Regelungen zum Datenschutz betreffen auch noch Großbritannien, trotz des EU-Austritts. Doch das Gesetz könnte für Business Schools schlecht sein.

Hoffnung auf mehr Datenkontrolle

Der Gedanke hinter dem neuen Gesetz war, den EU-Bürgern mehr Rechte über ihre Daten zu geben. Sie sollen leichter die Kontrolle über persönliche Informationen behalten, die von Unternehmen auf die unterschiedlichsten Wege gesammelt werden.

Dystopische Welt?

Die Datensammel-Wut führe unaufhörlich zu einer dystopischen Welt des gläsernen Bürgers, von dem Unternehmen mehr wissen als er selbst, befürchten Datenschützer. Wenn Sie sich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt haben und sich nicht vor ein paar Alpträumen fürchten, sollten Sie das Buch „The Cirlce“ von Dave Eggers lesen...

Hohe Strafen

Außerhalb der EU hat das Gesetz noch nicht allzu viel Beachtung gefunden, doch es betrifft alle Bürger der EU oder denen, die innerhalb der EU wohnen. Die Strafen, wenn Organisationen oder Unternehmen gegen die neuen Regularien verstoßen, sind drakonisch. Ein Verstoß kann bis zu 20 Millionen Euro kosten.

Problem für Business Schools

Business Schools können deshalb jedoch ein Problem bekommen. Denn die Daten von Studierende, Bewerbern und Absolventen werden im Normalfall in großen Datenbanken gepflegt. Diese Datenbanken sind wertvoll, denn viele Business Schools profitieren von Spenden, die von früheren Studierenden kommen.

Einverständniserklärung nötig

Doch um den neuen Regeln zu entsprechen, müssen die Business Schools nun die Absolventen kontaktieren und um eine Einverständniserklärung bitten, um die Daten weiterhin speichern und nutzen zu dürfen. Dabei sind die Hochschulen bisher eher zögerlich bereit, darüber zu reden, was mit den gespeicherten Daten genau passiert. Auch darüber, was die Schools planen, um den Gesetzen zu entsprechen, halten sich die meisten bedeckt. Doch hinter den Kulissen werden viele wohl fieberhaft nach einer Lösung suchen.