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Freitag, 20 Mai, 2016

Wenn man sich in den Führungsetagen der großen Konzerne umschaut, findet man viele Vorstandsmitglieder, die sich mit einem Doktortitel schmücken. Doch in den letzten Jahren kommen immer mehr dazu, die statt dem Dr. vor dem Namen den MBA hinter dem Namen als Titel tragen. Doch welcher Abschluss ist besser für die Karriere? Womit verdienen Sie am Ende mehr Geld?

Auf den ersten Blick: beides gleich

Statistisch gesehen bringen sowohl ein MBA wie auch eine Promotion nach ca 10 Jahren den gleichen Gehaltszuwachs. Verglichen mit denjenigen im Unternehmen, die nur einen Bachelor-Abschluss besitzen, verdienen sowohl Absolventen eines MBA wie auch einer Promotion 10 Jahre nach dem Abschluss rund 40% mehr Gehalt.

Studiendauer mit einbeziehen

Allerdings dauert es nur rund 1-2 Jahre, um einen MBA zu absolvieren, während eine Promotion meist 4-6 Jahre dauert. Dadurch fangen Absolventen eines MBA an, früher zu arbeiten und das Gehalt zu steigern, was im Endeffekt mehr bringen kann.

Studiengebühren

Nicht zu vernachlässigen sind allerdings die Studiengebühren. Bei den meisten Spitzen-MBA-Programmen zahlen Sie zwischen 80 000 und 120 000 Euro an Studiengebühren, zusätzlich zum Verdienstausfall. Auch wenn es Promotionsplätze ohne Verdienst gibt und gerade im englischsprachigen Ausland oft Studiengebühren fällig werden, gibt es hier auch mehr Stipendien oder Teilzeit-Stellen, so dass die Aufwendungen während des Studiums nicht so hoch ausfallen.

Der Sektor macht den Unterschied

Aus diesem Grund nimmt es sich nicht viel, für welchen Abschluss Sie sich entscheiden- wobei Sie allerdings auf Ihr Studienfach achten sollten. Denn wenn Sie in Statistik oder Mathematik promovieren und anschließend in die Unternehmensberatung oder im Finanzsektor arbeiten, könnte die Promotion ihre Gehaltssteigerung verdoppeln- im Vergleich zum MBA oder einer Promotion in anderen Bereichen. Wenn Sie in den Sozialwissenschaften promovieren möchten, kommen sie mit einem guten MBA allerdings genau gleich weg.