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Montag, 16 November, 2015

Inhaltsverzeichnis

Sie arbeiten gerade an Ihrem persönlichen Statement für die Bewerbung zum MBA- oder Masterstudium? Sie haben Ihr Anschreiben sorgfältig auf Rechtschreibfehler geprüft, es evtl. auf die Hochschule, an der Sie sich bewerben, zugeschnitten? Es erklärt flüssig, wer Sie sind und warum Sie ausgerechnet jetzt dieses Studium beginnen wollen? Dann sind Sie schon sehr weit - aber Sie sollten vielleicht noch einmal prüfen, ob Sie diese Fettnäpfchen ausgelassen haben, die von Universitäten besonders verhasst sind:


1. Machen Sie sich nicht einzigartiger als Sie sind

Sätze wie „mein Austauschsemester in xy war eine einzigartige Erfahrung“ sollten Sie zumindest noch einmal überdenken. Nur wenn Ihr Aufenthalt aus einem bestimmten Grund - zum Beispiel einem außergewöhnlichen Studienprojekt - tatsächlich außergewöhnlich und einzigartig war, ist dieses Adjektiv angemessen. Wenn nicht, war es vielleicht eine Bereicherung für Sie persönlich, hat der Aufenthalt Ihnen neue Blickwinkel eröffnet oder Sie haben im Ausland neue Ziele für sich entdeckt, die direkt mit dem jetzt angestrebten Abschluss zusammenhängen. Prüfen Sie daher lieber genau, ob „einzigartig“ in Ihrem Schreiben vorkommt und ob Sie es lieber durch ein anderes Wort oder eine bessere Beschreibung ersetzen wollen.


2. Zu viele Sätze, die mit „Ich“ beginnen

Natürlich ist Ihr persönliches Statement über Sie, Ihr Leben und Ihre Ziele. Aber wenn zu viele Sätze mit dem gleichen Wort beginnen, klingt Ihr Schreiben langweilig und lässt sich sehr zäh lesen. Stelle Sie die Sätze um! Danach sollten Sie überprüfen, ob Sie ein anderes „Lieblingswort“ für Ihre Satzanfänge oder auch Absätze benutzt haben.


3. Wiederholungen

Persönliche Statements können zwei Typen von Wiederholungen enthalten- entweder sind einzelne Wörter gehäuft benutzt oder Sie wiederholen Fakten. Wenn Sie merken, dass sich in einem oder in zwei Absätzen ein Wort häufiger wiederholt, sollten Sie diesen Absatz nochmal überarbeiten.


Etwas schwieriger wird es bei Wiederholungen von Fakten. Wenn Sie einen Fakt aus Ihrem Lebenslauf, ein Verdienst oder ein Ereignis mehr als einmal erwähnen, sollten Sie dafür einen sehr guten Grund haben. Sie müssen sich auch bewusst sein, dass Sie dieses Erlebnis beim Leser ausdrücklich betonen und müssen in der Lage sein, die herausragende Stellung gut zu begründen. Wenn Sie also drei Mal über Ihre gute Abschlussnote schreiben, weil Sie darauf sehr stolz sind, müssen Sie auch erklären können, warum diese Note so große Relevanz in Ihrem Leben hat. Haben Sie dadurch Vorteile gehabt, etwa ein Stipendium, das es Ihnen ermöglicht hat, nebenbei karitativ zu arbeiten bzw. Berufserfahrung zu sammeln? Wenn die Note Sie „nur“ stolz macht, sonst aber keine Auswirkungen auf Ihr Leben und Ihre Ziele hatte, reicht es vielleicht aus, sie nur einmal zu erwähnen.


4. Den Lebenslauf nacherzählen

Prüfen Sie genau, ob Sie in Ihrem Statement wirklich erklären, warum Sie ausgerechnet jetzt ausgerechnet dieses Studium an genau dieser Universität machen wollen und wohin es Sie führen soll. Könnte es sein, dass Sie dafür lediglich Ihren Lebenslauf nacherzählen? Erklärungen und Verknüpfungen von einzelnen Punkten Ihres Lebenslaufs sind gute Zeichen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind!


5. Begründen Sie die Wahl der Hochschule mit Rankings oder Studiengebühren?

Rankings und Kosten sind in persönlichen Anschreiben Tabu! Sie sollten erklären können, warum Sie an genau dieser Hochschule studieren möchten. Natürlich haben Rankings wahrscheinlich eine Rolle gespielt, genau wie die Studien- und Lebenshaltungskosten. In Ihrem Statement sollten Sie allerdings andere Gründe anführen. Schauen Sie sich das MBA-Programm an, die Interessen der Professoren, die Studien und Projekte, die an der Uni liefen. Wählen Sie daraus konkrete Beispiele aus, warum Sie ausgerechnet dieses Studium an dieser Uni machen möchten. Überzeugen Sie die Uni, dass nur diese Uni Ihre persönlichen Bildungsbedürfnisse erfüllen kann.